Alle Artikel in: Religion & Kirche

Johanna Haberer ist Mitglied der Datenethikkommission

Wo bleibt die Seele? Die Theologin Haberer über die Datenethikkommission

Theologieprofessorin Johanna Haberer ist Mitglied der Datenethikkommission der Bundesregierung, die bis Oktober 2019 Leitlinien für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz und digitalen Technologien entwickeln soll. Ich habe die Theologin gesprochen und sie gefragt, wie die Kommission arbeitet – und was sie erreichen will. Haberer warnt davor, dass die Rechenmaschinen und die dahinterstehenden kapitalistischen Interessen die Menschen ausweiden könnte. „Hier müssen wir die Seele der Menschen schützen und ein paar rote Linien ziehen. Wir müssen angesichts der Vermessung der Welt durch computergetriebene Rechnungen in der Theologie überhaupt wieder lernen, von der Seele des Menschen zu sprechen“, sagte Haberer. Weiterlesen – in unserem Dossier „Digitalisierung“ im Sonntagsblatt. Das Video-Interview kann hier angesehen werden:

Dossier zum Reformprozess der bayerischen Landeskirche

Die bayerische Landeskirche hat 2016 einen umfassenden Reformprozess beschlossen. Seither wurden über 100 Informationsveranstaltungen durchgeführt, Arbeitsgruppen eingerichtet und etliche Papiere und Dokumente angefertigt. Im April 2018 sollen auf der Synode in Schwabach die ersten Ergebnisse und Ideen vorgestellt werden. Unser Redaktionsteam von Sonntagsblatt.de hat den Reformprozess journalistisch begleitet – mit Interviews, Videos, Hintergrundberichten und einer Infografik. Die Gründe für den Reformprozess sind vielfältig. Einerseits verliert die evangelische Kirche  mehr Mitglieder als sie hinzugewinnt. Zugleich schrumpft sie aufgrund des demographischen Wandels – und der Kirchenaustritte. Der Reformprozess ist basisdemokratisch angelegt und versucht, so viele Menschen und Gremien zu beteiligen, wie möglich. Ob das geht und wie das aussieht, haben wir in unseren Berichten untersucht.   Alle Artikel zum Reformprozess »Profil & Konzentration« der bayerischen Landeskirche stehen im Dossier www.sonntagsblatt.de/puk

Reisestipendium Brasilien - Stipendium Journalismus und Religion

Storytelling: Stipendienreise Brasilien

Wie sehen Religionen und Konfessionen in Brasilien aus? Wie engagiert sich die bayerische evangelische Landeskirche mit Kooperationen? Welche Bedeutung haben die Pfingstkirchen? Und wie steht es um diakonische Projekte? Im Oktober 2016 haben wir im EPV mit dem Programm für Medienschaffende „Journalismus & Religion“ das erste Reisestipendium nach Brasilien organisiert. Zehn JournalistInnen waren rund zehn Tage im Süden des Landes unterwegs. Ihre Berichte und Eindrücke schildern sie nun auf der Webseite „unterwegs“. Unterwegs: Religionen in Brasilien Die Website „unterwegs“ ist ein Kooperationsangebot von Mission EineWelt, dem Centrum für Partnerschaft, Entwicklung und Mission der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (MEW), und dem Evangelischen Presseverband für Bayern e.V. (EPV). Stipendienprogramm Journalismus & Religion 2016 wurde das Stipendienprogramm „Journalismus und Religion“  ins Leben gerufen, das die Wahrnehmung und das Verständnis für das Thema Religionen schärfen und den Austausch zwischen Medienschaffenden verschiedener Länder stärken soll. Gemeinsam mit Mission EineWelt werden Begegnungen in die Partnerkirchen in Lateinamerika, Afrika und Asien organisiert, in denen ein Austausch stattfindet.

documenta 2017 in Kassel

documenta 14 in Kassel

Die documenta 14 hat alle Besucher-Rekorde gebrochen. Die Veranstalter zählten 891.500 Besucher während der 100 Tage dauernden Ausstellung in Kassel. In Athen seien die Orte der documenta 14 über 339.000 Mal besucht worden, so die Macher. Die Ausstellung sorgte für kontroverse Diskussionen.  Zunächst gab es Beschwerden, warum die Schau in Athen stattfinde. Dann wurde dem künstlerischen Leiter Adam Szymczyk und seinem Team vorgeworfen, die Kunst sei zu politisch, außerdem gab es massive Kritik wegen des Millionendefizits der Schau. Im Juni 2017 war ich in Kassel, um mir ein eigenes Bild von der documenta zu machen. Dabei habe ich mich mit zwei Themen beschäftigt: Der Frage, ob es sich lohnt, die documenta zu besuchen. Hier ein Ausschnitt aus meinem Bericht im Sonntagsblatt, der hier komplett nachgelesen werden kann: Documenta 14 ist größte Kunstschau der Welt Die documenta 14 gilt mittlerweile als größte Kunstschau der Welt, und sie ist zweifellos sehenswert, auch wenn das Unterfangen, alle Werke der 160 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt zu erfassen, von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Die documenta ist ausgesprochen …

Feder im Sand / Foto: Harmsen

#SBNR: Tagung über „Spiritualität der Zukunft“

In den USA ist es schon längst ein Hype: Menschen bezeichnen sich als „SBNR“ – und dabei handelt es sich nicht um irgendeine seltsame Sexualpraktik, sondern um die Bezeichnung:  “I’m spiritual but not religious”. Selbst die New York Times widmete der neuen „Bewegung“, wie sie häufig in den US-amerikanischen Medien tituliert wird, einen Artikel, CNN schrieb einen Beitrag zur Frage, ob es gefährlich sei, spirituell, aber nicht religiös zu sein, und Facebook hat eine eigene Gruppe: SBNR.org. Die Gemeinschaft der Menschen, die sich als spirituell, aber nicht religiös bezeichnen, wächst stetig. Einer Studie von 2009 der „LifeWay Christian Resources“ sollen 72 Prozent der „Millenials“ (also der 18-29-Jährigen) gesagt haben, dass sie sich eher als spirituell bezeichnen würden denn als religiös. Schwappt der Trend nun nach Deutschland? Das ist unter anderem die Frage, die sich die Tagung „Spiritualität der Zukunft“ stellt, die ich mit meinem Team vom Evangelischen Presseverband für Bayern e.V. multimedial begleiten werde. Die Tagung will die „fruchtbare Auseinandersetzung“ des Christentums mit religiösen und spirituellen Bewegungen erkunden. Zen-Meditation, Yoga und andere Methoden nicht-christlichen Ursprungs …

Atelierbesuch Kunst und Religion

Atelierbesuche München und Nürnberg

Zwischen Kunst und Religion gibt es seit vielen Jahrhunderten eine enge Verbindung. Doch wie welche Rolle spielen der persönliche Glaube, die Auseinandersetzung mit Religion und Religionsgemeinschaften, die individuelle Spiritualität im Werk von jungen Künstlerinnen und Künstlern heute? Mit diesen Fragen habe ich im Jahr 2015 den Blog „kunst & religion“ ins Leben gerufen – und Künstlerinnen und Künstler in ihren Ateliers besucht. Künstlerinnen und Künstler, so meine Erfahrung, sind vielleicht selbst nicht mehr aktiv in der Kirche und bezeichnen sich selbst nur sehr selten als gläubig oder der Kirche verbunden. In den Atelierbesuchen erlebe ich aber, wie intensiv sich die Künstler mit dem Kirchenraum, dem Gemeindeleben, dem Glauben auseinandersetzen. Kunst und Religion haben etwas gemeinsam: Sie suchen nach Alternativen, nach Spielräumen für eine neue Interpretation, nach Perspektiven auf unser Leben. Die Religion versucht, unverständliche Situationen und Erlebnisse zu erklären, zu deuten. Kunst versucht, den Alltag zu brechen, neue Sichtweisen zu erschließen, Fragen zu stellen. Ich bin davon überzeugt, dass der Dialog zwischen Kunst und Religion wichtige Impulse setzen kann. Er ermöglicht uns, neue Vorstellungsräume zu …

Kunst_Religion

Portal und Blog „Kunst & Religion“

Portal und Blog zum Thema Kunst und Religion Das Portal „Kunst und Religion“ wurde 2015 gestartet. In dem Blog berichte ich über aktuelle Projekte und neue Tendenzen rund um das Thema Kunst & Religion. Atelierbesuche in München und Nürnberg Teil des Projekts sind die Atelierbesuche. Bei den Atelierbesuchen laden wir dazu ein, an einem exklusiven Gespräch mit einem Künstler teilzunehmen. In den Herbstmonaten geht es in die Ateliers in München und Nürnberg sowie der Umgebung. Hier sprechen wir mit Künstlerinnen und Künstlern über Kunst und Religion.